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PROSA Umweltzeichen "Blauer Engel"

Das Öko-Institut identifizierte im Forschungsprojekt PROSA-Umweltzeichen / Top 100 zunächst die 100 wichtigsten Produkte, die für den privaten Energieverbrauch relevant sind. Dazu gehören unter anderem Heizkessel, Solaranlagen, Holzbrennstoffe, Dämmstoffe, Lampen, Fernseher, Computer, Wasch- und Spülmaschinen, Kühl- und Gefriergeräte und Espresso-Maschinen.

Für diese Produktgruppen entwickelten die WissenschaftlerInnen Kriterien für die Auszeichnung von besonders klimafreundlichen Produkten. Neben dem Energieverbrauch wurden weitere wichtige Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte abgedeckt wie umweltgerechte Produktion, Schadstofffreiheit, Gesundheits- und Arbeitsschutz, Reparaturfreundlichkeit oder Recyclingfähigkeit. Damit gehen die Anforderungen des „Klimaengels“ weit über reine Effizienzkennzeichen wie das EU-Energielabel oder den Energy-Star hinaus.

Grundlage für die Kriterienentwicklung ist jeweils eine Nachhaltigkeitsanalyse mit der PROSA-Methode PROSA. Ausgehend von einer Marktanalyse beinhalten die jeweiligen PROSA-Studien eine vereinfachte Ökobilanz an einem repräsentativen Produkt, die Berechnung typischer Lebenszykluskosten und eine Nutzenanalyse der Produktgruppe. Entlang des Produktlebenswegs werden Nachhaltigkeitsaspekte untersucht und die besonderen Hot-Spots des Produktes identifiziert. Durch ambitionierte Anforderungen, beispielsweise an die Materialzusammensetzung, den Energieverbrauch oder die Verfügbarkeit von Ersatzteilen, entsteht ein Kriterienkatalog, der nur von etwa zehn bis 20 Prozent der am Markt verfügbaren Produkte eingehalten werden kann.

Das Öko-Institut arbeitete  in dem Projekt eng zusammen mit dem Umweltbundesamt und der RAL gGmbH, die für die Umweltzeichenvergabe verantwortlich sind. Die vom Öko-Institut entwickelten Kriterien werden nach einem transparenten Stakeholderprozess schließlich der unabhängigen Jury Umweltzeichen als Vergabegrundlage für das Umweltzeichen „Der Blaue Engel“ zur Verabschiedung vorgelegt. An der Erarbeitung der Vergabegrundlagen sind außerdem die beiden Institute ifeu und ökopol beteiligt.

Den Endbericht können Sie hier herunterladen: Download Endbericht

Im Rahmen dieses Vorhabens wurden folgende Einzelberichte veröffentlicht, die ebenfalls zum Download zur Verfügung stehen (kann in Einzelfällen einige Minuten dauern). Nachfolgend finden Sie die Berichte alphabetisch angeordnet, thematisch aufgelistet sind sie unter Themenfelder:

 

Brotbackautomaten (Stratmann et al. 2013)

Büroleuchten (Schleicher et al. 2013)

Computerbildschirme (Prakasch et al. 2011)

Dampfgarer für den Hausgebrauch (Brommer et al. 2013)

Dampfbügeleisen (Brommer et al. 2013)

Datenträgervernichter am Arbeitsplatz (Tratmann et al. 2012)

DVD-Player/DVD-Festplattenrekorder/Blu-ray Disk-Player (Prakash 2009b)

 E-Book-Reader (Manhart et al. 2011)

Elektrische Backöfen für den Hausgebrauch (Quack et al. 2010)

Elektroherde und elektrische Kochstellen (Mottschall et al. 2013)

Energiemessgeräte für den Haushalt (Gröger 2010)

Energiespar-Contracting (Gröger 2013)

 Espressomaschinen (Stratmann et al. 2009)

Externe Festplatten (Liu et al. 2013)

Fahrräder (Mottschall 2012)

Fernsehgeräte (Zangl et al. 2009)

Filterkaffeemaschinen und Kaffeepadmaschinen (Stratmann et al. 2013)

Geschirrspülmaschinen (Gensch et al. 2013)

Haarpflegegeräte (Gattermann et al. 2012)

Hand- und Kopfbrausen (Quack et al. 2011)

Holzhackschnitzel/Holzpellets (Hennenberg et a. 2011)

Isolierfenster (Dirk Jepsen, Stephanie Schilling, Laura Spengler - Ökopol 2010)

Klingel- und Gegensprechanlagen (Stratmann et al. 2011)

Kompakte Desktop-Rechner (Nettops) (Prakash et al. 2010)

Kompakte Hi-Fi-Anlagen (Prakash et a. 2010)

Lampen in Privathaushalten (Zangl et al. 2010)

Leuchten für die Anwendung in Büros und verwandten Einsatzbereichen (Schleicher et al. 2013)

 Masterslaves (Prakash et al. 2009a)

Mikrowellengeräte für den Hausgebrauch (Quack et al. 2011)

 Netbooks (Quack et al. 2009)

Netzwerkspeicher (Liu et al. 2013)

Personenaufzüge (Blepp et al. 2011)

Photovoltaik Wechselrichter (Fischer et al. 2012)

Programmierbare Heizkörperthermostate (Liu et a. 2012)

Sanitärarmaturen (Gattermann et al. 2013)

Schiffsbetrieb (Seum et al. 2011)

Smartphones(Manhart et al. 2012)

Solarbetriebene Produkte (Lauwigi (ifeu) et al. 2012)

 Stationäre Arbeitsplatzcomputer (Prakash et al. 2011)

Staubsauger (Blepp et al. 2013)

Steckdosenleisten und Steckdosenadapter mit Abschaltautomatik (Prakash et al. 2013)

Straßenbeleuchtung (Spengler et al. 2013)

Tageslichtlenksysteme (Dehoust et al. 2012)

Telefonanlagen (Gröger e al., in Koop. ifeu, 2012)

Thin Clients (Manhart et a. 2010)

Toaster (Prakash et al. 2011)

Tragbare Computer (Prakash et al. 2011)

Voice over IP-Telefone (Volz et al. Ökopol 2010)

Umweltfreundliche Verkaufsmärkte des Lebensmitteleinzelhandels (Schleicher et al. 2013)

Umweltzeichen für intermodale Mobilitätsangebote (Havers et al. 2012)

Unterbrechungsfreie Stromversorgungen (Gröger et al. in Koop. ifeu 2013)

Waschsalons (Kurzstudie) (Blepp et al. 2012)

Wasserkocher (Schüler und Grießhammer 2009)

Wiederaufladbare Batterien in Standardgrößen (Gröger in Koop. ifeu, 2012)

Wiederaufladbare Lithium-Batterien für den Einsatz in tragbaren Geräten (Quack et al. 2011)